Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Straßen umbenannt

Anlässlich der Jahrestage der Novemberpogrome von 1938 haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, auch in Hildesheim auf die hässlichen Überbleibsel der NS-Zeit aufmerksam zu machen. So wurden gestern Nacht der Hindenburgplatz, die Anges-Miegel Straße, der Von-Stauffenberg Weg und die Ohlendorfstraße umbenannt. Die neuen Namen sind Hildesheimer Widerstandskämpfer der SPD und KPD, welche in Hildesheim während der NS-Zeit die illegale antifaschistische Organisation „Sozialistische Front“ und die illegale antifaschistische Zeitung „Ran…es gilt!“ organisiert haben.
In den Flyern und Plakaten, welche verteilt wurden könnt ihr mehr über die Geschichten hinter den Leuten erfahren.

9:11: Aktion Stolperstein

Stolpersteinrundgang zum Gedenken an die Verbrechen der NS-Diktatur

In Hildesheim so wie in vielen anderen europäischen Städten sind seit 2008 so genannte Stolpersteine zu finden. Sie werden als eine Gedenktafel in Form eines Steins mit Messingplatte in den Gehweg eingelassen und dienen der Erinnerung an Menschen, die während der NS-Zeit verfolgt, deportiert, ermordet oder in den Selbstmord getrieben wurden.
In Hildesheim wurden bisher über 60 Stolpersteine in verschiedenen Stadtteilen verlegt. Das Antifaschistische Netzwerk Hildesheim möchte einige davon im Rahmen eines Rundgangs putzen und den Betroffenen gedenken. Der Rundgang soll am Freitag, den 9. November 2018 stattfinden, dem 80. Jahrestag der Novemberpogrome.
Start ist um 16.30 Uhr auf dem Pelizaeusplatz und Ende am Mahnmal der Synagoge am Lappenberg, die während der Novemberpogrome zerstört wurde.
Interessierte sind willkommen den Rundgang zu begleiten und mehr über die Menschen hinter den Steinen zu erfahren.
Im Anschluss findet ein Zeitzeuginnengespräch und Lesung mit Ruth Winkelmann statt. Der SDS Hildesheim lädt ins Goschentor 1, in den Hörsaal. Beginn ist 19 Uhr.
Was? Stolperstein-Rundgang, putzen und Blumen niederlegen
Wer? Antifaschistisches Netzwerk Hildesheim, Redebeiträge der Projektwerkstatt Hildesheim e.V. und von SCHLAU Hildesheim e.V.
Wann? Freitag, 9.12.2018, Start 16.30 Uhr
Wo? Pelizaeusplatz

Blut muss fliessen – Undercover unter Nazis Filmvorführung Hildesheim 07.11 18:30 Audimax Uni Hildesheim

Der Journalist Thomas Kuban (ein Pseudonym) hat sich mit Hilfe einer versteckten Kamera jahrelang in der rechtsextremen Musikszene bewegt. Regisseur Peter Ohlendorf begleitete ihn in den letzten Phasen der Dreharbeiten und kreierte aus dem investigativen Fernseh-Journalismus eine Doku, die Einblick in die ansonsten kaum einsehbare Welt der Skinheads und ihrer Musik gibt.
Blut muss Fließen – Undercover in der Neonaziszene
Audimax Uni Hildesheim (Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim)
Mittwoch 07.11.2018
Einlass: 18:30
Eintritt: Frei

Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Skinheads toben und die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi – Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender hineinwagt. Sechs Jahre später hat er rund vierzig Undercover-Drehs hinter sich, auch in Ländern jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied begegnet ihm auf seiner „Konzerttournee“ immer wieder: „Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik…“. Hochbrisant ist das Material, das Thomas Kuban im Lauf der Jahre zusammengetragen hat – einzigartig in Europa, wahrscheinlich sogar weltweit.
Mit Rechtsrock junge Menschen zu ködern und zu radikalisieren – diese „Masche“  zieht: Laut einer Studie ist der Rechtsextremismus in Deutschland zur größten Jugendbewegung geworden. Längst hat sich rund um die Musikveranstaltungen auch ein blühender Markt entwickelt: CD’s der einschlägigen Bands werden in Eigenregie produziert und in Szeneläden oder über das Internet verkauft. Mit rechtsextremen Merchandising – Artikeln ist das nicht anders. Auf diese Weise wird zugleich Geld für die Expansion der „Bewegung“ generiert.
Der Journalist Thomas Kuban hat all das mit versteckter Kamera dokumentiert und ist dabei ein hohes Risiko eingegangen. In keinem Verhältnis dazu steht das Interesse der Öffentlichkeit an seinen Bildern. Besonders deutlich wird dies bei der erfolglosen Suche nach Unterstützung für ein Filmvorhaben, von dem er sich große Wirkung verspricht: Eine Reise durch Deutschland und Europa, zurück auch an Orte, an denen er versteckt gedreht hat. Im Fokus stehen dabei politische Entscheidungsträger, Behörden und Bürger. Thomas Kuban versucht so Antworten zu finden auf die Fragen: Warum kann auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden und wie lässt sich das verhindern?
Der Autor Peter Ohlendorf hat Thomas Kuban auf seiner Reise mit der Kamera begleitet. Diesen Beobachtungen sind Sequenzen des Undercover-Materials gegenübergestellt. In den Dokumentarfilm sind quasi fiktionale Elemente integriert, die sich aus Sicherheitsgründen ergeben: Der Protagonist des Films muss unerkannt bleiben, sein Name ist folglich ein Pseudonym. Die eigenwillige Verkleidung dient nicht nur seinem Schutz, sondern thematisiert in ihrer Überpointierung zugleich die Rezeption seiner Person durch die Gesellschaft. Auch die Stimme von Thomas Kuban wird unkenntlich gemacht. Die Sprachebene ist analog zur Verkleidung frei entwickelt, sie orientiert sich aber an seiner realen Identität und hält sich streng an Fakten.

Bustickets erhältlich!

Ab sofort gibt es bei Stern Kebap, Die Knolle-Naturkost, Infoladen Hildesheim und Ameis Buchecke Tickets für die Busse nach Hamburg! Von 2,50-15€ nach Selbsteinschätzung.
Lasst uns zusammen gegen Rassismus auf die Straße gehen! Am 11.9 gibt es dann die Infoveranstaltung im Brühl 20 um 19.00 Uhr. Auch dort können Tickets erworben werden.

Nazis aus Hildesheim

Wir möchten nochmal auf die Seite
nazimelderhi.blackblogs.org
hinweise. Dort findet ihr Informationen zu Neonazis aus der Region Hildesheim.

We‘ll come United!

Wir wollen aus Hildesheim mit mindestens einem Bus nach Hamburg fahren!
Mehr Infos zur Parade, gibt’s bei der Infoveranstaltung und hier: Welcome United

Anna und Artur Halten die Klappe!

Falls ihr in den kommenden Wochen Post, oder Besuch, von den Bullen bekommt, ist klar: Aussage verweigern!
Im Nachgang an die Hausbesetzung kann es zu Anzeigen kommen. Die Anwälte der Freiraum-Initiative halten die Wahrscheinlichkeit für verschwindend gering, dass Einzelpersonen z.B. wegen Sachbeschädigung belangt werden können. Solltet ihr Betroffen sein, meldet euch unter den Kontaktdaten unter folgendem Link! Mehr Infos und Kontakt: https://freiraeumehildesheim.blackblogs.org/2018/08/02/repression-solidaritaet/

Bleistifthaus besetzt!

Soeben wurde bekannt gegeben, dass das „Bleistifthaus“ in Hildesheim gestern Nacht von einer 30 köpfigen Gruppe besetzt wurde!
Morgen früh findet die Schlüsselübergabe von der Uni an den neuen Eigentümer statt, welcher das Haus abreißen und einen Parkplatz bauen möchte!
Kommt vorbei, zeigt euch solidarisch und schaut euch die Hütte an! Aktuell findet ein Sommerfest mit Livemusik, veganem Essen, Workshops und vielen Leuten statt. Wir haben auch schon ein Kino eingerichtet, um den Abend zu verbringen.
Ihr findet das Haus zwischen dem Jobcenter und Finanzamt, gegenüber des Amtsgerichts – Marienfriedhof 1, 31137 Hildesheim.
Aktuelle Infos findet ihr auf dem Twitterkanal des Hauses:
https://twitter.com/FreiraumeH

Immer wieder das Last Resort…

https://antifainfamous.blackblogs.org/texte

Antifa Infamous Hannover hat einen lesenswerten Bericht über die Verstrickungen lokaler Neonazis in den NSU-Komplex geschrieben. Darin geht es unter Anderem um den Betreiber des Ladens „Last Resort“ aus der Schuhstraße. In der Vergangenheit gab es gegen diesen berechtigten Protest, wie hier 2009.

NSU

5 Jahre NSU Prozess: Kein Schlussstrich

Kundgebung und Demonstration in Hannover am Tag der Urteilsverkündung

+++ Datum steht fest: 11.07.2018 / 18 Uhr / Vor dem Hauptbahnhof Hannover +++

Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch. In wenigen Tagen wird er zu Ende gehen; das zur Zeit vorgestellte Schlussplädoyer der Pflichtverteidigerin Zschäpes ist das Letzte des Verfahrens. Zuletzt bestand hierbei die Aussage, der NSU habe allein aus Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt bestanden und sei keine terroristische Vereinigung im strafrechtlichen Sinne gewesen. Eine solche Aussage ist vor dem Hintergrund der Faktenlage absurd und insbesondere für die Betroffenen der Morde und Sprengstoffanschläge mehr als zynisch! Der NSU war keine isolierte Zelle aus wenigen Personen. Er war ein umfangreiches Netzwerk mit bis zu 200 Beteiligten. Er hatte Bezüge zu etwaigen militanten Nazi-Strukturen und wurde von Behörden und Verfassungsschutz finanziert, unterstützt und gedeckt. Die Aufklärung im Rahmen des Prozesses wurde konsequent unterbunden, während Untersuchungen vornehmlich gegen das Umfeld der Opfer und Betroffenen geführt wurden. Es waren rassistische Ressentiments bei Polizei und Sicherheitsbehörden, welche die Ermittlungen in die Irre führten. Es waren rassistische Klischees, die Presseberichterstattung und Öffentlichkeit dazu brachten, die Märchen von mafiösen und kriminellen Verstrickungen der Betroffenen zu verbreiten.

Heute, 5 Jahre nach Beginn des Prozesses, wird rechte Gewalt noch immer verharmlost! Noch immer darf sich der Verfassungsschutz als Beschützer inszenieren, noch immer wird die Aufklärung des NSU massiv behindert. Noch immer ist es nötig auf den gesellschaftlich etablierten und institutionellen Rassismus in Deutschland hinzuweisen!

► Deswegen wollen wir am Tag der Urteilsverkündung mit euch auf die Straße gehen!

+++ Datum steht fest: 11.07.2018 / 18 Uhr / Vor dem Hauptbahnhof Hannover +++

Für uns bedeutet das Ende des Prozesses nicht das Ende der Auseinandersetzung mit dem NSU und der Gesellschaft, die ihn möglich machte:

– Kein Schlussstrich! – NSU-Komplex aufklären und auflösen!
– Verfassungsschutz auflösen – V-Leute abschaffen!
– Dem aktuellen rassistischen Terror gegen Geflüchtete und
MigrantInnen entgegentreten!
– Rassismus in Behörden und Gesellschaft bekämpfen!

No Pasaran!

Es hat sich gezeigt, dass eine koordinierte Blockade funktionieren kann! So haben wir heute, durch eine Sitzblockade im Bahnhof Hildesheim, eine Nazikundgebung verhindern können! Obwohl die Bullen eine Räumung mit unerwarteter Härte angefangen haben, blieb die Blockade standhaft. Die Faschos mussten aus dem Bahnhof geleitet werden. Auch ein Riefling in seinem Größenwahn sollte erkennen: Hildesheim bleibt Zona Antifa!
#notddz

Pogo Pogo Partizani

Oi,Oi,Oi!
Wir wollen euch zum Punkkonzert „Pogo-Pogo Partizani“ am 26.5 ab 19:00
Uhr in die Kufa einladen.

Der Eintritt ist gegen Spende, für Seenotrettung im Mittelmeer.

Euch erwarten die Bands Oi of the Tiger aus Hannover
(https://www.youtube.com/watch?v=afO5hznzkcY), Face the Ape aus Hannover
(https://www.youtube.com/watch?v=XmE7tLy0ZuI) sowie Wieder in der Gegend
aus Schwerin (https://www.youtube.com/watch?v=meoOoOEgMfU).

Kommt vorbei und ladet eure Freund*innen ein!

No TDDZ

Hier nochmal die Erinnerung für euch alle: Am 2.6 steht der Naziaufmarsch „TDDZ“ in Goslar an. Wir fahren da mit einem Bus hin und wollen die Nazis nicht ungehindert ihren braunen Scheiß machen lassen!
Ihr könnt euch noch am Sonntag von 14 bis 17 Uhr im Brühl 20, sowie am Dienstag von 17 bis 20 Uhr und Mittwoch von 18 bis 21 Uhr Karten in der Projektwerkstatt kaufen.
Soli: 15
Kostendeckend: 10
Kaum Kohle: 5
Hier noch ein wenig Motivationssteigerung:
Mobivideo

LIH wird zu AFK37!

Header komplett

Wir haben uns als Gruppe dazu entschieden, neben dem neuen Selbstverständnis auch unseren Namen zu ändern. Von Linke Initiative haben wir genug, das klingt nicht nur lahm, sondern ist auch missverständlich. Wir sind keine Studi-Hippie Clique, die zur nächsten Stupawahl antritt und vorm Rechner sitzt. Der neue Name „Antifaschistisches Kollektiv 37“ beschreibt unsere Ausrichtung als Antifa-Gruppe und die Organisationsform des Kollektivs. 37? Eigentlich fängt unsere Postleitzahl mit 31 an, aber 31er sind wir sicher nicht.

Ihr erreicht uns noch auf der alten Email, doch bitte nutzt ab sofort:
afk37@riseup.net
Den neuen PGP Key findet ihr hier.

1 Mai 2018

Auch dieses Jahr gab es in Hildesheim ein Kontrastprogramm zum traditionellen 1.-Mai-Fest der Gewerkschaften.
Zunächst setzten wir unsere Kritik am Kapitalismus, Patriarchat und Rassismus in Form eines internationalistischen Blocks auf der DGB Demonstration um.
Ab 12 Uhr begann dann das Fest, welches vom Antifaschistischen Netzwerk Hildesheim organisiert wurde. Neben internationalem Essen, Kaffee und Kuchen, Infoständen, einer Graffitiwand und jeder Menge Kinderbespaßung, gab es auf der Bühne und im Workshopzelt inhaltliche und musikalischen Input.

Die Vorträge zum Thema Pflegestreik vom SDS Berlin, Nazistrukturen in Hildesheim von nazimelderhi und „Union Busting“ von der Roten Hilfe wurden gut besucht. Auch auf der Bühne gab es politische Statements: Von Ska, über Folklore und Punk bis Rap setzten die Bands Zeichen gegen Krieg, Armut, Ausbeutung und Faschismus.
Wir ziehen ein positives Fazit und hoffen, einige Leute für Linke Politik und das Infragestellen des dezeit Existierenden begeistern zu können. Mit Vorfreude widmen wir uns den nächsten Projekten.
Wir machen das nicht beruflich, sondern nebenbei und sind immer auf Unterstützung angewiesen! Meldet euch bei den vertretenen Gruppen und schaut, bei welcher ihr eure Ideen am besten wiederfindet. Werdet aktiv!