Gedenkstättenfahrt 23.3.19

Wir leben in Zeiten, in denen geschichtsrevisionistische, Shoa-verharmlosende und faschistische Praktiken und Einstellungen in Politik, als auch in der Gesellschaft wieder salonfähig gemacht werden. Angriffe auf Migrant*innen, zuletzt aber auch spezifisch auf jüdische Menschen und deren Einrichtungen sind besorgniserregend. Wir wollen für eine Gesellschaft einstehen, in der alle Menschen angstfrei leben können. Das bedeutet für uns auch an die Verbrechen des NS-Regimes zu erinnern und den Opfern und Gefallen des Widerstands zu gedenken.
So fand bspw. ein Stolpersteinrundgang am 09.11.2018 statt, um, 80 Jahre nach den mörderischen Übergriffen der Nazis während der Novemberpogrome, an die Hildesheimer Opfer der Shoa zu gedenken.
Aber auch politische Gegner*innen, vor allem Sozialist*innen und Sozialdemokrat*innen im Widerstand, wurden bereits sehr früh im 3. Reich verfolgt, in Straflager interniert und sogar ermordet – darunter auch viele aus Hildesheim. Auch Ihnen wurde, in Form von symbolischen Straßenumbenennungen am 09.11.2018 gedacht.
Um das Gedenken weiterführen und uns einen besseren Überblick über die Verhältnisse für politische Widerständische, unter der Herrschaft des NS-Regimes machen zu können, möchten wir mit Euch zur Gedenkstätte Esterwegen reisen.
Dort war bspw. auch Wilhelm Henze, ein widerständischer Sozialdemokrat aus Hildesheim, inhaftiert1. Er verarbeitete die 27. Monate seiner Gefangenschaft in Form eines Tagebuches, dass er heimlich führte. Aber auch Zeichnungen, Gedichte und andere seiner Werke erzählen die Geschichten der Inhaftierten. Er kam aus einer sozialdemokratischen Familie und war in Hildesheimer mit anderen Widerständischen als Schriftsteller (bspw. Zeitschrift „Ran…es gilt!“) gegen das NS-Regime aktiv. Nach Ende seiner Haft konnte er in die Niederlande und dann nach Schweden fliehen, wo er heute noch lebt.
Vor allem wurde das Lager Börgermoor bei Papenburg, nicht weit von Esterwegen entfernt, bekannt. Dort erschufen politische Gefangene, welche das Moor kultivieren mussten, das Lied „Die Moorsoldaten“ welches zu einer Hymne ihres anhaltenden Widerstandes wurde und internationale Bekanntschaft erreichte.

Um Euch die Anreise etwas zu erleichtern, haben wir für den 23.03.2019 einen Bus organisiert, welcher in Hildesheim am Hauptbahnhof um 07:30 Uhr losfährt. Die Führung beginnt um 11:30 Uhr in der Gedenkstätte und wird bis 17:30 Uhr dauern. Danach geht es wieder mit dem Bus zurück nach Hildesheim. Ankunft am Hauptbahnhof voraussichtlich um 21:00 Uhr.
Kosten:
10€ für Eintritt und Bus; 15€ Soli, 5€ ermäßigt
Tickets Bei Ameis Buchecke und in der Projektwerkstatt Hildesheim

Prozess verschoben!

Kurzfristig wurde der Prozess gegen die drei Genoss*innen verschoben. Spread the word!

Solidarität!

Diesen Donnerstag! Prozess gegen drei Antifaschist*innen, die sich an der Sitzblockade im Bahnhof am 2.6.18 (TDDZ) beteiligten. Ab 9 Uhr Kundgebung und solidarische Prozessbegleitung. Nicht Müsli, nicht Quark, Solidarität macht stark!

Wissen macht A

Am 15/16/17.02 veranstaltet das Antifaschistisches Netzwerk Hildesheim, ein Zusammenschluss vieler linker Gruppen und Einzelpersonen aus Hildesheim, ein Theoriewochenende unter dem Namen „Wissen macht A“ in der Kulturfabrik Löseke Hildesheim.
Für aktuelle Infos, das Programm etc. folgt dem Antifaschistisches Netzwerk Hildesheim und folgt der Veranstaltung.

https://www.facebook.com/events/2113209348744794/

Infoabend Einbeck

Nazihaus in Hoheneggelsen!

Am 24.11.2018 haben Antifas im Örtchen Hoheneggelsen (Gemeinde Söhlde, Landkreis Hildesheim, Niedersachsen) im gesamten Ort eine große Flyeraktion gemacht. So wurde jedem Haushalt die verlinkte Broschüre zugesteckt, um auf rechte Aktivität im Ort und insbesondere ein rechtes Wohnprojekt in der Bahnhofsstr. 10 hinzuweisen. Im Flyer wurde auch der bundesweit bekannte Dieter Riefling geoutet, welcher in der Schwerdtfegerstr. 10 in Söhlde wohnt.

Die Nazis versuchen sich schon seit 2015 in Hoheneggelsen breitzumachen. Der Kreisverband Hildesheim der Partei „Die Rechte“ hat hier junge Leute in Nazistrukturen agitieren können. Durch Übergriffe, Patrouillen und Veranstaltungen setzten die etwa 12 Nazis im Ort dem gesamten Dorf einen braunen Stempel auf. Es bildete sich Widerstand und bekannte Nazis im Ort haben Probleme bekommen.

Mittlerweile halten sich die Nazis, getreu dem Motto „Man scheißt nicht, wo man frisst“ etwas zurück und haben ihre Aktivität in die Nachbarstadt Salzgitter verlagert. Hier haben sie am heutigen Tag eine erfolglose Demonstration durchgeführt, bei der sie aus dem gesamten Bundesgebiet 80 Leute zusammen gekarrt haben. Während die Trottel 20 km weiter demonstrierten, wurde das gesamte Dorf über die Umtriebe und Einstellung der unliebsamen Nachbarn informiert.

Antifa bleibt Landarbeit!

https://de.indymedia.org/node/26283

Haus Hoheneggelsen

Straßen umbenannt

Anlässlich der Jahrestage der Novemberpogrome von 1938 haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, auch in Hildesheim auf die hässlichen Überbleibsel der NS-Zeit aufmerksam zu machen. So wurden gestern Nacht der Hindenburgplatz, die Anges-Miegel Straße, der Von-Stauffenberg Weg und die Ohlendorfstraße umbenannt. Die neuen Namen sind Hildesheimer Widerstandskämpfer der SPD und KPD, welche in Hildesheim während der NS-Zeit die illegale antifaschistische Organisation „Sozialistische Front“ und die illegale antifaschistische Zeitung „Ran…es gilt!“ organisiert haben.
In den Flyern und Plakaten, welche verteilt wurden könnt ihr mehr über die Geschichten hinter den Leuten erfahren.

9:11: Aktion Stolperstein

Stolpersteinrundgang zum Gedenken an die Verbrechen der NS-Diktatur

In Hildesheim so wie in vielen anderen europäischen Städten sind seit 2008 so genannte Stolpersteine zu finden. Sie werden als eine Gedenktafel in Form eines Steins mit Messingplatte in den Gehweg eingelassen und dienen der Erinnerung an Menschen, die während der NS-Zeit verfolgt, deportiert, ermordet oder in den Selbstmord getrieben wurden.
In Hildesheim wurden bisher über 60 Stolpersteine in verschiedenen Stadtteilen verlegt. Das Antifaschistische Netzwerk Hildesheim möchte einige davon im Rahmen eines Rundgangs putzen und den Betroffenen gedenken. Der Rundgang soll am Freitag, den 9. November 2018 stattfinden, dem 80. Jahrestag der Novemberpogrome.
Start ist um 16.30 Uhr auf dem Pelizaeusplatz und Ende am Mahnmal der Synagoge am Lappenberg, die während der Novemberpogrome zerstört wurde.
Interessierte sind willkommen den Rundgang zu begleiten und mehr über die Menschen hinter den Steinen zu erfahren.
Im Anschluss findet ein Zeitzeuginnengespräch und Lesung mit Ruth Winkelmann statt. Der SDS Hildesheim lädt ins Goschentor 1, in den Hörsaal. Beginn ist 19 Uhr.
Was? Stolperstein-Rundgang, putzen und Blumen niederlegen
Wer? Antifaschistisches Netzwerk Hildesheim, Redebeiträge der Projektwerkstatt Hildesheim e.V. und von SCHLAU Hildesheim e.V.
Wann? Freitag, 9.12.2018, Start 16.30 Uhr
Wo? Pelizaeusplatz

Blut muss fliessen – Undercover unter Nazis Filmvorführung Hildesheim 07.11 18:30 Audimax Uni Hildesheim

Der Journalist Thomas Kuban (ein Pseudonym) hat sich mit Hilfe einer versteckten Kamera jahrelang in der rechtsextremen Musikszene bewegt. Regisseur Peter Ohlendorf begleitete ihn in den letzten Phasen der Dreharbeiten und kreierte aus dem investigativen Fernseh-Journalismus eine Doku, die Einblick in die ansonsten kaum einsehbare Welt der Skinheads und ihrer Musik gibt.
Blut muss Fließen – Undercover in der Neonaziszene
Audimax Uni Hildesheim (Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim)
Mittwoch 07.11.2018
Einlass: 18:30
Eintritt: Frei

Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Skinheads toben und die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi – Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender hineinwagt. Sechs Jahre später hat er rund vierzig Undercover-Drehs hinter sich, auch in Ländern jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied begegnet ihm auf seiner „Konzerttournee“ immer wieder: „Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik…“. Hochbrisant ist das Material, das Thomas Kuban im Lauf der Jahre zusammengetragen hat – einzigartig in Europa, wahrscheinlich sogar weltweit.
Mit Rechtsrock junge Menschen zu ködern und zu radikalisieren – diese „Masche“  zieht: Laut einer Studie ist der Rechtsextremismus in Deutschland zur größten Jugendbewegung geworden. Längst hat sich rund um die Musikveranstaltungen auch ein blühender Markt entwickelt: CD’s der einschlägigen Bands werden in Eigenregie produziert und in Szeneläden oder über das Internet verkauft. Mit rechtsextremen Merchandising – Artikeln ist das nicht anders. Auf diese Weise wird zugleich Geld für die Expansion der „Bewegung“ generiert.
Der Journalist Thomas Kuban hat all das mit versteckter Kamera dokumentiert und ist dabei ein hohes Risiko eingegangen. In keinem Verhältnis dazu steht das Interesse der Öffentlichkeit an seinen Bildern. Besonders deutlich wird dies bei der erfolglosen Suche nach Unterstützung für ein Filmvorhaben, von dem er sich große Wirkung verspricht: Eine Reise durch Deutschland und Europa, zurück auch an Orte, an denen er versteckt gedreht hat. Im Fokus stehen dabei politische Entscheidungsträger, Behörden und Bürger. Thomas Kuban versucht so Antworten zu finden auf die Fragen: Warum kann auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden und wie lässt sich das verhindern?
Der Autor Peter Ohlendorf hat Thomas Kuban auf seiner Reise mit der Kamera begleitet. Diesen Beobachtungen sind Sequenzen des Undercover-Materials gegenübergestellt. In den Dokumentarfilm sind quasi fiktionale Elemente integriert, die sich aus Sicherheitsgründen ergeben: Der Protagonist des Films muss unerkannt bleiben, sein Name ist folglich ein Pseudonym. Die eigenwillige Verkleidung dient nicht nur seinem Schutz, sondern thematisiert in ihrer Überpointierung zugleich die Rezeption seiner Person durch die Gesellschaft. Auch die Stimme von Thomas Kuban wird unkenntlich gemacht. Die Sprachebene ist analog zur Verkleidung frei entwickelt, sie orientiert sich aber an seiner realen Identität und hält sich streng an Fakten.

Bustickets erhältlich!

Ab sofort gibt es bei Stern Kebap, Die Knolle-Naturkost, Infoladen Hildesheim und Ameis Buchecke Tickets für die Busse nach Hamburg! Von 2,50-15€ nach Selbsteinschätzung.
Lasst uns zusammen gegen Rassismus auf die Straße gehen! Am 11.9 gibt es dann die Infoveranstaltung im Brühl 20 um 19.00 Uhr. Auch dort können Tickets erworben werden.

Nazis aus Hildesheim

Wir möchten nochmal auf die Seite
nazimelderhi.blackblogs.org
hinweise. Dort findet ihr Informationen zu Neonazis aus der Region Hildesheim.

We‘ll come United!

Wir wollen aus Hildesheim mit mindestens einem Bus nach Hamburg fahren!
Mehr Infos zur Parade, gibt’s bei der Infoveranstaltung und hier: Welcome United

Anna und Artur Halten die Klappe!

Falls ihr in den kommenden Wochen Post, oder Besuch, von den Bullen bekommt, ist klar: Aussage verweigern!
Im Nachgang an die Hausbesetzung kann es zu Anzeigen kommen. Die Anwälte der Freiraum-Initiative halten die Wahrscheinlichkeit für verschwindend gering, dass Einzelpersonen z.B. wegen Sachbeschädigung belangt werden können. Solltet ihr Betroffen sein, meldet euch unter den Kontaktdaten unter folgendem Link! Mehr Infos und Kontakt: https://freiraeumehildesheim.blackblogs.org/2018/08/02/repression-solidaritaet/

Bleistifthaus besetzt!

Soeben wurde bekannt gegeben, dass das „Bleistifthaus“ in Hildesheim gestern Nacht von einer 30 köpfigen Gruppe besetzt wurde!
Morgen früh findet die Schlüsselübergabe von der Uni an den neuen Eigentümer statt, welcher das Haus abreißen und einen Parkplatz bauen möchte!
Kommt vorbei, zeigt euch solidarisch und schaut euch die Hütte an! Aktuell findet ein Sommerfest mit Livemusik, veganem Essen, Workshops und vielen Leuten statt. Wir haben auch schon ein Kino eingerichtet, um den Abend zu verbringen.
Ihr findet das Haus zwischen dem Jobcenter und Finanzamt, gegenüber des Amtsgerichts – Marienfriedhof 1, 31137 Hildesheim.
Aktuelle Infos findet ihr auf dem Twitterkanal des Hauses:
https://twitter.com/FreiraumeH

Immer wieder das Last Resort…

https://antifainfamous.blackblogs.org/texte

Antifa Infamous Hannover hat einen lesenswerten Bericht über die Verstrickungen lokaler Neonazis in den NSU-Komplex geschrieben. Darin geht es unter Anderem um den Betreiber des Ladens „Last Resort“ aus der Schuhstraße. In der Vergangenheit gab es gegen diesen berechtigten Protest, wie hier 2009.



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